Großinvestition in der Pyramidenkogel-Gemeinde Keutschach am See

Großinvestition in der Pyramidenkogel-Gemeinde Keutschach am See

Neue Ortsdurchfahrt wird nach vielen Jahren Diskussion Realität – Kosten belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro – Rund 1,3 Millionen davon sind Förderungen

Nachdem es schon vor rund zehn Jahren die Absicht gab, in der Gemeinde Keutschach am See, Heimat des mit 100 Metern weltweit höchsten Holz-Aussichtsturmes, die schwer havarierte Ortsdurchfahrt zu erneuern, wird dieses Vorhaben jetzt endlich realisiert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro, davon tragen Land und Bund mehr als 1,3 Millionen. Der Gemeinderat stimmte dem Bauprojekt Donnerstagabend zu, lediglich die beiden Vertreter der Grünen Einheitsliste waren gegen die Vergabe der Baumeisterarbeiten für die Ortsdurchfahrt, Bauabschnitt 02 von der Volksschule bis zum Bauhof im Osten der Ortschaft.

Von den Vertretern der SPÖ und ÖVP wurde ein Zusatzantrag eingebracht, laut welchem ein Teil der Ortsdurchfahrt im Bereich zwischen dem Pfarrhof und dem Friedhof nochmals in den Gremien beraten wird. Unter Einbeziehung von Raumplanern und Verkehrsexperten soll geprüft werden, ob es sinnvoll ist, die Ortsdurchfahrt in diesem Bereich als Begegnungszone auszuführen. Dieser Zusatzantrag wurde mit einer Gegenstimme beschlossen.

„Ich bin unendlich froh, dass wir dieses Großvorhaben für Keutschach umsetzen und die desolate Straße schon bald Vergangenheit sein wird!“, zeigte sich Bürgermeister Karl Dovjak (SPÖ) glücklich. Ebenso zufrieden ist er, „dass wir die maximalen Förderungen ausgeschöpft haben“. Vom Land kommen rund 1,1 Millionen Euro, seitens des Bundes gibt es im Rahmen des Kommunalinvestitionsgesetzes 195.000 Euro. Exakt dieselbe Summe trägt die Gemeinde Keutschach am See mit Hilfe von Erlösen aus den Eintrittskarten für den Pyramidenkogel-Turm.

Die derzeitige Ortsdurchfahrt von rund einem Kilometer weist laut Experten die Güteklasse 5 auf, ist also „in einem sehr schlechten Zustand“. Saniert wird nicht nur die Fahrbahn mit einer Breite von 4,7 Metern, dazu gibt es künftig einen auf die Fahrbahnhöhe abgesenkten Gehweg mit 1,8 Metern Breite.

Die Bauarbeiten werden schon am Montag, dem 6. Juli, beginnen und sollen maximal bis Ende Frühling 2021 dauern. Dovjak hofft aber, dass das Projekt schon heuer fertiggestellt wird: „Wenn wir einen schönen Herbst haben, wird das vielleicht möglich sein!“



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