Pyramidenkogel: Eindrucksvolles Bekenntnis zu „Kärnten/Koroška“

Riesiges dreidimensionales Gemälde zu Füßen des weltweit höchsten Holz-Aussichtsturmes zum 100. Jubiläum der Volksabstimmung – Besichtigung ab sofort möglich

 

„Volksabstimmung 10. Oktober 1920 – Unsere gemeinsame Heimat Kärnten/Koroška“ lautet die Inschrift auf einem riesigen dreidimensionalen Gemälde zu Füßen des mit 100 Metern weltweit höchsten Holz-Aussichtsturmes auf dem Pyramidenkogel zwischen dem Wörthersee und dem Keutschacher Seental. Das Werk im Ausmaß von 1.350 Quadratmetern erinnert an dieses wichtige Ereignis des südlichsten Bundeslandes, als sich die Kärntner nach einem Abwehrkampf gegen die Truppen des neu gegründeten SHS-Staates und späteren Jugoslawien für den Verbleib bei Österreich entschieden.

„Dieses 3D-Bild ist ein Zeichen der Dankbarkeit an unsere Vorfahren, sowohl deutscher als auch slowenischer Sprache“, erklärt der Bürgermeister der Pyramidenkogel-Gemeinde Keutschach am See, Karl Dovjak. Das Dienstagabend fertiggestellte riesige Gemälde zeigt eine Szene der Volksabstimmung und kann während der Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr vom Turm aus besichtigt werden. Den besten Blick auf das Kunstwerk mit seiner Tiefenwirkung hat man von der obersten Plattform des Aussichtsturmes mit seiner unverkennbaren elliptischen Form.

Schöpfer dieses beeindruckenden Werkes sind der aus Polen stammende und in Deutschland lebende Gregor Wosik, einer der weltbesten Künstler dieses Metiers, und die ebenfalls aus Polen kommende Bildhauerin Anna Mrzyglod. Tatkräftige Unterstützung leistete der Kärntner Künstler David Holzinger.

Bestaunt werden kann das Gemälde bis Ende November. „Die geplante Eröffnungsfeier am Kärntner Landesfeiertag, dem 10. Oktober, muss wegen Corona leider entfallen“, bedauert Bürgermeister Dovjak. Aber Sicherheit habe selbstverständlich Vorrang.

Die Grenze des von den SHS-Staaten besetzten Südkärntner Territoriums verlief übrigens inmitten des Wörthersees, welcher vom Pyramidenkogel-Turm in seiner vollen Länge gesehen wird. Bei der Volksabstimmung vom 10. Oktober 1920 sprachen sich in der Abstimmungszone 59 Prozent für einen Verbleib bei Österreich aus, 41 Prozent votierten für einen Anschluss an den angrenzenden Staat südlich der Karawanken. Unter den Pro-Österreichern war auch eine große Anzahl an slowenischen Bewohnern Kärntens.

 

 

 

 

 

(Fotos: Vera Polaschegg & Kärntner Landesarchiv)



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