Topographie des Gemeindegebietes

Die Gemeinde Keutschach am See erstreckt sich in einem Tal südwestlich von Klagenfurt im politischen Bezirk Klagenfurt-Land. Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an Maria Wörth, im Osten an Klagenfurt und im Süden an zwei weitere Gemeinden: Im Süd-Osten an Köttmannsdorf und im Süd-Westen an Ludmannsdorf. Der Kreis schließt sich im Westen mit unserer Nachbargemeinde Schiefling am See.

Flächenausmaß

Das gesamte Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 28,36 km² und befindet sich in 535 m Seehöhe. Diese Fläche teilt sich in drei Kastralgemeinden auf: St. Nikolai, Keutschach und Plescherken.

Gliederung

Wie zuvor bereits erwähnt, ist die Gemeinde Keutschach am See in drei Katastralgemeinden aufgeteilt und gehört dem Bezirk Klagenfurt-Land an. Das Gemeindegebiet gliedert sich des Weiteren in folgende 15 Ortschaften:

Dobein (Dobajna), Dobeinitz (Dobajnica), Höflein (Dvorec), Höhe (Na Gori), Keutschach (Hodiše), Leisbach (Ležbe), Linden (Lipa), Pertitschach (Prtiče), Plaschischen (Plašišče), Plescherken (Plešerka), Rauth (Rut), Reauz (Rjavec), St. Margarethen (Šmarjeta), St. Nikolai (Šmiklavž) und Schelesnitz (Železnica).

Partnergemeinden

Auch grenzüberschreitende Freundschaften werden von der Gemeinde Keutschach am See gepflegt. So wurde im Jahre 2018 die 20-jährige Partnerschaft mit der friulanischen Gemeinde Medea gefeiert. Darüber hinaus besteht seit 2014 eine Gemeindepartnerschaft mit der slowenischen Gemeinde Šempeter-Vrtojba.

Bevölkerung

Mit dem 1. Jänner 2020 zählte die Gemeinde Keutschach am See 2445 Einwohner. Mit einer Bevölkerungsdichte von 86 Einwohnern pro Quadratkilometer stellt die Gemeinde Keutschach am See eine relativ dicht besiedelte ländliche Gemeinde dar. 95,7 % der Gemeindebürger haben die österreichische Staatsbürgerschaft, 1,8 % sind Deutsche, weitere 0,5 % kommen aus anderen EU-Ländern und 2,0 % aus anderen Staaten. Zur römisch-katholischen Kirche bekennen sich 81 % der Gemeindebevölkerung, zur evangelischen Kirche 6 % und 9 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Feste

Sowohl den Einheimischen als auch den Gästen der Gemeinde Keutschach am See wird eine Vielzahl von alljährlichen Festen und Veranstaltungen dargeboten. Sei es die Rauhnacht, das Dorffest, das Fischerfest oder das Rübenfest – bei den rund 30 jährlich stattfindenden Veranstaltungen ist für jeden etwas dabei.

Volksgruppen

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Keutschach mehrheitlich von Kärntner Slowenen bevölkert. Dies änderte sich auf tragische Weise während des Zweiten Weltkriegs. Heute gehören nur noch 5,6% der Gemeindebevölkerung der slowenischen Volksgruppe an. Die slowenische Sprache ist nichtsdestotrotz fester Bestandteil der hiesigen Kultur und hat die Gemeinde Keutschach am See nachhaltig geprägt.

Bauwerke

Eine historisch relevante Rolle nehmen in dieser Kategorie die jungsteinzeitlichen Pfahlbauten im Keutschacher See ein, obwohl von ihnen nur noch „Stipfl“ übrig sind. Sehr bekannt ist weiters die Pfarrkirche St. Georg, die erstmals 1237 ihre Türen öffnete und heute von unserem Pfarrer Hans Koschat betreut wird. Sie wurde im romanischen Stil erbaut, erhielt aber teilweise spätgotische und barocke Elemente. Die Orgel wurde 1959 vom Klagenfurter Rudolf Novak geschaffen. Das Geläute besteht aus einer Stahlglocke und vier Bronzeglocken und hat ein beachtliches Gesamtgewicht von 2785,5 Kilogramm. Die Totenleuchte direkt neben der Kirche gilt als die älteste Österreichs.

Das Polzerkreuz in Leisbach (Ležbe) wurde 1680 gebaut und ist damit der älteste Bildstock Kärntens. Die großteils unberührte Natur des Seentals ist insbesondere auf das zu weiten Teilen unter Naturschutz stehende Gemeindegebiet zurückzuführen.

Weitreichend bekannt ist die Gemeinde Keutschach am See jedoch nicht zuletzt durch den weithin sichtbaren Aussichtsturm am Pyramidenkogel. Dieses Wahrzeichen hat seine Wurzeln in dem 1950 vom damaligen Bürgermeister Strauß gebauten Holzturm. Der „alte Turm“ aus Beton bestand von 1968 bis 2012. 2013 wurde der neue Turm eingeweiht, der als Musterbeispiel für moderne Architektur gilt.

Das Gemeindewappen

Die Gemeinde übernahm 1954 das Vollwappen der Keutschacher zum Zeitpunkt des Höhepunkts ihrer Macht, wie es im Wappenbuch C des Landesarchivs (um 1625) abgebildet ist:

„In zwei Feldern des vierfach geteilten Schildes ist ein gestürzter roter Hut mit drei aufrecht gestellten Straußenfedern abgebildet, und der kleine Herzschild in der Mitte des Wappens zeigt auf schwarzem Grund eine silberne Rübe mit grünen Blättern.“

Hinweise auf die Gründe für die Motivwahl sind nicht überliefert. Die Fahne von Keutschach ist grün-weiß-schwarz mit eingearbeitetem Wappen.



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